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Hospiz macht Schule

Gerade Kinder sollen so früh wie möglich einen offenen Umgang mit dem Thema Krankheit, Behinderung, Alter und Tod erfahren. Leiden, Sterben und Trauer gehören unweigerlich zum Leben, werden aber oft verdrängt und im Alltag kaum beachtet.

Das Projekt „Hospiz macht Schule“, das seit Herbst 2010 niederösterreichweit kostenlos ab der dritten Schulstufe angeboten wird, hilft Kindern und Jugendlichen, Sterben und Trauer als wichtigen Teil des Lebens zu begreifen und anzunehmen.

Während mehrerer Projekttage (evtl. mit einer Exkursion) werden diese Themen gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und aufbereitet.
Sollten Sie, Ihr Kind bzw. dessen Lehrer Interesse am Projekt „Hospiz macht Schule“ haben, kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen:

Martina Meissner
Ehrenamtliche Hospizbegleiterin
HMS-Moderatorin
Tel: 0664/273 21 48
team@hospiz-baden.at oder p.meissner@kabsi.at

Schulprojekte 2016

Wir bedanken uns bei Frau Mag. Regina Salamon für den zur Verfügung gestellten Bericht anlässlich des Workshops „Hospiz Macht Schule“ am 27. und 28.01.2016 in der Klasse 4EW des Bundesrealgymnasium Bad Vöslau – Gainfarn! 

Sterben und Tod in der Schule thematisieren? Wozu? Es ist doch niemand gestorben? Stimmt, glücklicherweise hatten wir keinen Sterbefall an unserer Schule als Anlass für den zweitägigen Workshop, den die beiden ausgebildeten Hospizbegleiterinnen Martina Meissner und Monika Schreiber leiteten. Statt diese schwierigen und in unserer Gesellschaft sonst weitgehend an den Rand gedrängten Themen weiterhin zu verdrängen, sollten Schülerinnen und Schüler sich damit auseinandersetzen, um in Trauersituationen, die genauso zu unserem Leben gehören wie heitere, nicht überfordert zu sein. Der Umgang mit Trauer, Krankheit und Abschied stand also im Zentrum der beiden Tage vor den Semesterferien.

Bei der Gestaltung gaben sich die beiden Moderatorinnen große Mühe. Gemeinsame Gesprächsrunden im Sesselkreis wechselten sich mit kurzen Filmen, Informationen, Einzel- und Gruppenaufgaben ab. Wir überlegten uns beispielsweise passende Begriffe zu den Buchstaben des Wortes „Hospiz“, „packten“ einen eigenen Koffer für unsere letzte Reise und gestalteten Grabkerzen. Außerdem erzählten uns Monika und Martina von der Entstehung und den Zielen der Hospizbewegung und von ihrer eigenen Arbeit und ihren Erfahrungen in den Hospizvereinen Baden bzw. Mödling. Sie brachten viel Anschauungsmaterial mit, so war auf einem Tisch eine halbe Bibliothek mit Büchern zum Workshopthema aufgestellt, die man sich in den Pausen anschauen konnte.

Ein Höhepunkt war am Donnerstag die Exkursion zum Krematorium in Bad Vöslau, wo uns der Bestatter Herr Lagrange weitere interessante Informationen rund um die Kremation gab und unsere Fragen beantwortete. Bei der abschließenden Feedbackrunde zurück im Klassenzimmer gaben jedoch einige Schülerinnen und Schüler der 4E zu, sich in der lauten Verabschiedungshalle wegen der sich in Betrieb befindlichen Anlage nicht ganz wohl gefühlt zu haben…

Insgesamt waren wir den beiden sehr engagierten und warmherzigen Damen, die es uns ermöglichten, sich in einer angenehmen Atmosphäre mit diesen sensiblen Lebensthemen auseinanderzusetzen, sehr dankbar für die zwei doch ganz anderen Schultage. Besonders hoch angerechnet wurde ihnen übrigens die kulinarische Versorgung durch Kipferl und Kekse!

Mag. Regina Salamon

Schulprojekte 2015

Koordinatorin:  EA Martina Meissner Mit im Team: Christine Gasser, Christine Josefy, Maria Fuchs, Doris Hartner,Helga Eichwalder-Gabler; Zusammenarbeit mit Monika Schreiber  (Verein Hospiz Mödling)

Insgesamt wurde im Jahr 2015 mit 292 Kindern und Jugendlichen zu den Themen Abschied, Tod und Trauer gearbeitet.

Die ModeratorInnen waren120 Stunden in den Volks- und Neuen Mittelschulen.

Die Vorbereitungszeit ist aufwändig, sodass sich die ModeratorInnen 659 Stunden dem Projekt widmeten und 2.782 km gefahren sind.

Die Volkschule Kottingbrunn – Klasse 4 c Lehrerin Silvia Malek – berichtet:

„Unser 2-tägiges Projekt  war etwas ganz Außergewöhnliches. Wir konnten uns die Zeit nehmen, um über unsere Gefühle und Erfahrungen in besonderen Lebenssituationen wie Abschied nehmen, Trauer, Krankheit und unsere eigenen Bedürfnisse zu sprechen. Geschichten, ein Puppentheater, Bücher sowie ein Zeichentrickfilm und verschiedene Aktivitäten (Gefühleuhr basteln, Kerzen bemalen) brachten uns diese Themen in vielfältiger Weise näher. Abschließend besuchten wir noch die Aufbahrungshalle und den Friedhof in Kottingbrunn, wo wir zusätzliche interessante Informationen aus erster Hand vom Bestatter Herrn Lagrange erhielten.

Ein großes Dankeschön an Martina und Monika vom Hospiz-Team für Ihre Mühe und die mit viel Herz gestalteten Stunden.“

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Die Volkschule Maria Enzersdorf VS Altort – berichtet:

“ Schon zum wiederholten Male fand an der VS Schulplatz das Projekt „Hospiz  macht Schule“ statt. Diesmal nahmen die Klassen 3a und 3 b daran teil. An zwei Vormittagen arbeiteten zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Hospizvereins Mödling und Baden mit den Kindern und ihren Lehrerinnen zum Thema Abschied, Krankheit, Sterben und Trauer.

Mit Geschichten, Handpuppenspiel, Film und verschiedenen kreativen Methoden wurden den Schülerinnen gezeigt, wie man mit traurigen Ereignissen gut umgehen kann.

Auch ein Besuch des Friedhofs Maria Enzersdorf stand am Programm. Die Kinder erfuhren einiges über die verschiedenen Arten der Bestattung, besichtigten die Aufbahrungshalle und stellten viel Fragen. Zurück in der Schule konnten sie ihren Gefühlen beim Gestalten von Kerzen Raum geben. Ein Büchertisch mit Literatur zum Thema stand den Kindern während des gesamten Projektes zur Verfügung.

Es wurde sehr achtsam, intensiv und wertschätzend miteinander gearbeitet. Durch das Projekt wurde ein gegenseitiger Austausch möglich und ein gemeinsames Nachdenken über Leben und Sterben, Lachen und Weinen angeregt. Diese zwei besonderen Vormittage werden noch länger nachwirken.“

Schulprojekte 2014

Neu im Team von HOSPIZ macht Schule:  Christine Gasser, Christine Josefy, Maria Fuchs, Doris Hartner, Helga Eichwalder-Gabler

Insgesamt wurden mit 378 Kindern und Jugendlichen zu den Themen Abschied,Tod und Trauer gearbeitet.
Die ModeratorInnen waren 177 Stunden in den Volks- und Neuen Mittelschulen.
Die Vorbereitungszeit ist sehr aufwändig und benötigte zusätzliche
1.041 Stunden (Gesamtzeit im Jahr 2014 für das Projekt 1.218 Stunden).

Schulprojekte 2013

15./18. Februar 2013: VS Kottingbrunn 11./12. April: NMS Brunn/Gebirge 28./29. Mai: SPZ Hermann Gmeiner Schule Hinterbrühl 5./6. September: NMS Traiskirchen 7./8. November: VS Brunn
Zusätzliche Projekte/Betreuungen:
13. Mai: Informationen bzgl. HmS an der Volksschule Kottingbrunn im Rahmen einer großen Lehrerkonferenz 25. Mai: Betreuung einer Firmgruppe in Sooss mit HmS – Methoden 4. Juni: Betreuung von Studenten im Verein Hospiz Mödling mit HmS 8. Juni: HmS – Projekt in der Pädagogischen Hochschule Baden

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